Kurz gesagt. Nein. Der Islam hält jedes Menschenleben für heilig, verbietet, Nichtkombattanten Schaden zuzufügen, und verurteilt Terror. Terrorismus verstößt gegen islamisches Recht — und mehrheitliche muslimische Gelehrte haben dies gemeinsam und ausdrücklich erklärt.

Woher die Vorstellung kommt

Eine kleine Anzahl gewalttätiger Gruppen begeht Gräueltaten, während sie behaupten, im Namen des Islam zu handeln, und diese Taten beherrschen die Nachrichten. Es fällt leicht, die lauteste, hässlichste Minderheit mit dem Glauben von fast zwei Milliarden Menschen zu verwechseln.

Der Islam hält Leben für heilig

Einer der meistzitierten Verse im Quran setzt den Mord an einer einzigen unschuldigen Person mit einem Angriff auf die gesamte Menschheit gleich:

"...wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält."

— Quran 5:32 (Bubenheim & Elyas)1

Selbst gegenüber Feinden gebietet der Quran Gerechtigkeit statt Rache:

"...Und der Haß, den ihr gegen (bestimmte) Leute hegt, soll euch ja nicht dazu bringen, daß ihr nicht gerecht handelt. Handelt gerecht. Das kommt der Gottesfurcht näher."

— Quran 5:8 (Bubenheim & Elyas)3

Und der Prophet ﷺ zählte die Tötung eines geschützten Nichtmuslims — jedes unter einem Sicherheitsversprechen Lebenden — zu den schwersten Sünden:

"Whoever killed a mu'ahid (a person granted the pledge of protection by the Muslims) shall not smell the fragrance of Paradise, though its fragrance can be smelt at a distance of forty years."

— Sahih al-Bukhari 3166 (Englisch)4

Deshalb vertreten Gelehrte, dass das gezielte Angreifen von Zivilisten — die eigentliche Definition von Terrorismus — im Islam verboten ist, nicht durch ihn gestattet.876

Koexistenz, nicht Zwang

Der Quran rahmt auch das normale Verhältnis zu friedlichen Nichtmuslimen als eines von Güte und Fairness:

"Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiß, Allah liebt die Gerechten."

— Quran 60:8 (Bubenheim & Elyas)2

Führende muslimische Autoritäten haben Terrorismus in klarsten gemeinsamen Worten zurückgewiesen — zum Beispiel die Amman-Botschaft (2005), unterstützt von Hunderten Gelehrten aus der gesamten muslimischen Welt, die die Tötung Unschuldiger und den Missbrauch der Religion zu ihrer Rechtfertigung verurteilt.5

Kurz gesagt

Der Islam fördert Terrorismus nicht; er verbietet ihn. Der Quran heiligt menschliches Leben, verlangt Gerechtigkeit selbst gegenüber Feinden und schützt Nichtkombattanten — und die führenden Gelehrten der Welt haben dies deutlich gesagt. Die Gewalt weniger repräsentiert nicht die Lehre des Glaubens. Siehe auch Was bedeutet Dschihad wirklich?.