Zakat ist die dritte der Fünf Säulen — ein verpflichtender Anteil des eigenen Vermögens, der jedes Jahr an Bedürftige gegeben wird. Im Quran wird sie immer wieder mit dem Gebet gepaart, sodass Gottesdienst und Fürsorge für andere zu zwei Seiten desselben Glaubens werden.

"Islam is built upon five [pillars]: … the giving of zakat …"

— Sahih al-Bukhari 8 (Englisch)1

"Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe."

— Quran 2:110 (Bubenheim & Elyas)5

Die Reinigung des Vermögens

Das Wort Zakat trägt den Sinn von Reinigung und Wachstum. Indem er einen Teil abgibt, reinigt ein Muslim den Rest seines Vermögens und sein Herz von Gier:

"Nimm von ihrem Besitz ein Almosen, mit dem du sie rein machst und läuterst."

— Quran 9:103 (Bubenheim & Elyas)2

Muslimen wird zudem gelehrt, vom Guten zu geben, nicht von dem, was sie selbst nicht annehmen würden:

"O die ihr glaubt, gebt aus von den guten Dingen aus eurem Erworbenen."

— Quran 2:267 (Bubenheim & Elyas)4

Wie viel, und für wen

Im islamischen Recht ist Zakat ein fester jährlicher Anteil — meist 2,5 % — des Vermögens, das eine Person über einer Mindestschwelle angespart hat.678 Der Quran legt fest, wer sie empfangen darf:

"Die Almosen sind nur für die Armen, die Bedürftigen, diejenigen, die damit beschäftigt sind … und für die Verschuldeten, auf Allahs Weg und (für) den Sohn des Weges."

— Quran 9:60 (Bubenheim & Elyas)3

Zakat unterscheidet sich von Sadaqah, der freiwilligen Wohltätigkeit, die ein Muslim jederzeit und in beliebiger Höhe geben kann.

Kurz gesagt

Zakat ist die Pflichtabgabe des Islam: ein fester jährlicher Anteil der Ersparnisse, gegeben an die Armen und andere Bedürftige. Sie reinigt Vermögen, zügelt Gier und bindet die Gemeinschaft in gemeinsamer Verantwortung zusammen.